Viel los in New York...

Montag, September 25, 2006
Uhrzeit: 6:35 AM

Die letzten beiden Wochenenden und - am Tag der Fischer-Vorlesung auch unter der Woche - war ich wieder in New York unterwegs...
Inzwischen nicht mehr nur Manhattan, Sonntag vor einer Woche war ich nämlich auf einem dieser Gospel-Gottesdienste in Harlem. Wunderschön!!! Ein bisschen wie die "schwarzen" Gottesdienste, die man so aus dem Fernsehen kennt... Die Gemeinde scheint auch explizit Besucher einzuladen, es waren im "Publikum" nämlich recht viele Nicht-Amerikaner, und es wurde während des Gottesdienstes auch von "unseren Gästen" gesprochen und dazu aufgerufen, die "Menschen aus aller Welt" zu begrüßen. Woraufhin sich prompt die Gemeindemitglieder an ihre Banknachbarn gewandt haben um Hände zu schütteln, sich vorzustellen und "welcome" zu sagen - schöne Geste, fand ich! Fotos leider nur von außen, während des Gottesdienstes wollten sie das nicht - ist ja auch völlig okay :-)

Am Mittag waren wir dann im Central Park, wo eine große Demonstration mit dem Motto "Save Darfur" stattfand, mit verschiedenen Bands und Rednern. Madeleine Albright hat dort auch gesprochen, aber bevor wir hin gekommen sind - ich hatte ja gedacht, dass die "großen" Namen für den Schluss aufgehoben werden würden, aber da wurde wohl keine der üblichen Hierarchien angewendet :-)


Mit "wir" meine ich in dem Fall übrigens Caroline, die gerade bei Thomas zu Besuch ist; Isabel, eine Deutsche, die mit mir zusammen studiert und mit der ich mich angefreundet habe (siehe Foto) und Tobias, der wiederum gerade Isabel besucht hat ;-)

Ich bin dann alleine nach Little Italy runtergefahren, um mich mit zwei anderen Leuten zu treffen, und aufs San Gennaro Street Festival zu gehen. Angeblich ist das New Yorks ältestes, größtes Straßenfestival - sehr italienisch gefärbt durch die Tatsache, dass es eben im italienischen Viertel stattfindet. Soooo toll war das aber gar nicht - laut und voll eben, wie man es von solchen Veranstaltungen so kennt. Aber gutes Essen gab es natürlich - und auch etwas so seltsames, dass wir es natürlich probieren mussten: Deep-fried Oreos. Die, die schonmal in den USA waren, werden "Oreos" als "leckere Kekse" identifizieren können...in diesem Fall sehr dunkle, schokoladige Doppeldeckerkekse mit Cremefüllung dazwischen. Aber das reicht wohl noch nicht, die Dinger haben einen Teigmantel gekriegt, wurden fritiert und mit Puderzucker bestäubt. Schmeckt gar nicht so übel, aber mehr als zwei kann man nicht wirklich davon essen. Aber in einem Land, in dem man sogar fritierte Mars-Riegel kriegt sollte mich sowas ja nicht mehr überraschen ;-)

Am Donnerstag war ich - wie ja schon aufgeregt berichtet - bei dem Joschka-Fischer Vortrag und bin danach beim Hauptsitz der Vereinten Nationen vorbeigelaufen weil ich mal sehen wollte, wie krass die Sicherheitsvorkehrungen wegen der UN-Vollversammlung den so aussehen. Naja, man wird ab und zu mal angehalten weil vor nem Tagungshotel oder wo auch immer man grade vorbeiläuft grade irgendwer Wichtiges aussteigt und man dann eben nicht hin- oder vorbei darf, es sind einige Straßen gesperrt und natürlich viel Presse und Polizei und ein paar Demonstranten da - aber ich hatte mir das extremer vorgestellt, wenn man sich überlegt WIE VIELE Staatsoberhäupter da grade auf einem Fleck zusammen sind.

Und abends gab es dann gleich die nächste Veranstaltung, eine Podiumsdiskussion mit dem preisgekrönten TV-Journalisten Anderson Cooper und zwei Ärzten von "Ärzte ohne Grenzen" - sehr interessant, sehr aufwühlend, was dort berichtet wurde. Auf dem Fußweg dahin war gleich die nächste Demo - gegen den Irak-Krieg, in losem Zusammenhang mit dem Todestag John Lennons, mit einer großen Fläche voller Kinderschuhe mit angehefteten Namen und Alter jeweils eines Kindes, das im Irak-Krieg gestorben ist.


Tja, und diesen Sonntag war ich "nur" im einem Museum, mit einer Ausstellung über den Einfluss von Printmedien auf die amerikanische Geschichte, unter anderem ging es natürlich um William Randolph Hearst (meine ehemaligen KommilitonInnen werden sich vielleicht erinnern ;-) ). Dann noch eine Weile im "Village" in Manhattan rumgelaufen und abends in einer Bar mit dem Motto "The home of Anti-Folk" gewesen, mit wechselnden Musikern, sehr unterhaltsam :-)

posted by Melanie at 6:35 AM | | 2 comments

Joschka Fischer LIVE

Freitag, September 22, 2006
Uhrzeit: 3:54 AM


Ich hab mit Joschka Fischer geredet!!!!

Ich war heute im New Yorker Waldorf-Astoria Hotel und hab mir einen Vortrag von ihm über "State and Challenges for the Transatlantic Relationship" angehört.
Es waren noch ein paar Graduate Studenten von meiner Uni da, und einer davon hatte mir schon erzählt, dass er Joschka Fischer gerne für eine Gastvorlesung an die Whitehead School holen will - schließlich lehrt er ja dieses und nächstes Semester in Princeton, das ist gar nicht so weit weg von hier (für amerikanische Verhältnisse). Jedenfalls dachte ich, ich stell mich als moralische Unterstützung zu Jesse dazu, wenn er versucht, Fischer anzusprechen. Dummerweise hat der mich zuerst angeschaut - dann musste ich halt die Gelegenheit nutzen und reden, bevor er weiterläuft... Und zwar auf Deutsch, quasi um einen persönlicheren Kontakt aufzubauen ;-)
Er war jedenfalls nicht abgeneigt, wollte wissen, wie weit unsere Uni denn weg ist und dass er nicht weiß, ob er es im
Wintersemester noch schafft, aber er sei ja bis Juli in den USA... wir sollen ihm eine eMail schreiben :-)
War auf jeden Fall sehr aufregend weil so unerwartet ;-)

posted by Melanie at 3:54 AM | | 2 comments

Dekorativ...

Montag, September 18, 2006
Uhrzeit: 4:08 PM



Nein, das ist kein typisch amerikanisch künstlich gefärbtes Produkt, sondern tatsächlich natürlich so gewachsen, ist einfach eine andere Sorte...so wie es nicht nur grüne, sondern auch gelbe Zuccini gibt, gell? ;-)
Gefunden auf dem South Orange Farmer's Market - war auch recht lecker :-)

posted by Melanie at 4:08 PM | | 0 comments

Erste Vorlesungen - und außeruniversitäre Aktivitäten ;-)

Dienstag, September 12, 2006
Uhrzeit: 5:27 AM

Inzwischen habe ich jeweils die erste Vorlesung meiner Kurse hinter mir... und es scheinen alles sehr interessante Kurse zu sein! Sowohl "Introduction to International Relations Theory" ( bei einer deutschen Professorin), "Arts and Sciences of Negotiation" (bei einem chinesischen Prof) als auch "Politics of Cultural/Ethnic Pluralism" (bei einer Professorin aus dem spanischsprachigen Raum) machen bisher alle den Eindruck, als ob man viel dabei lernen kann.

Wie in einem Graduate-Studium üblich, wird sehr viel Eigenarbeit verlangt. Eine Professorin hat geschätzt, dass man zusätzlich zu den 2h Vorlesung/Woche noch 6-8h Lesen einplanen sollte. Ich brauche wahrscheinlich noch etwas länger, weil ich die Fachtexte in Englisch dann doch nicht so schnell lese wie ein Muttersprachler. Zusätzlich steht jeweils eine Hausarbeit zur Mitte des Semesters und eine Prüfung oder eine umfangreichere Hausarbeit zum Semesterende an sowie ein bis zwei Präsentationen pro Kurs...So allmählich verstehe ich auch, warum für Erstsemester (wie in meinem Fall) 3 Kurse und sonst 4 Kurse pro Semester empfohlen werden. Ich dachte erst, das sei ganz schön wenig, aber da steckt schon gut Arbeit drin. 4 Kurse wären zwar bestimmt auch im ersten Semester schon machbar gewesen, aber so viele kriege ich von Fulbright sowieso nicht bezahlt...so hab ich immerhin genug Luft, um mich zu orientieren :-)

Ich werd versuchen, ob ich beim "Whitehead Journal of Diplomacy and International Relations" als associate editor mitarbeiten darf - das ist vom Format her eher ein Buch als ein Magazin, das halbjährlich mit einer Auflage von 8000 Exemplaren erscheint und anscheinend in Fachkreisen recht hoch angesehen ist. Das wäre journalistische Erfahrung bei einem Fachmagazin, schon alleine deshalb interessant. UND es könnte eventuell ein Job für nächstes Jahr dabei rauskommen - wenn es sehr gut läuft, aber versuchen kann man's schließlich mal :-)

Neben den ernsthaften Veranstaltungen gab es diese Woche auch eine ganze Reihe erfreulicher "sozialer Events"...
  • Donnerstag abends treffen sich die Diplomacy Graduate Studenten immer in einer (eigentlich "der", so viele gibts nicht...) Kneipe in South Orange. Da bin ich diese Woche gleich mal hin, hab sehr viele Leute kennen gelernt, bin sehr spät ins Bett gekommen :-)
  • Am Freitag war von der Uni aus die offizielle Orientierungsveranstaltung für neue Graduate Studenten, inkl. anschließendem Barbecue. Wieder sehr viele Leute getroffen und schon ein paar Gesichter und Namen gekannt (!). Es ist sogar noch eine Deutsche in meinem Programm...Isabel hat aber schon 6 Jahre in Chicago gewohnt, ist also mit amerikanischen Gepflogenheiten und vor allem der Sprache schon sehr vertraut :-) Wir haben uns gleich abends getroffen, um zusammen echt deutschen Kartoffelsalat (Mama's Rezept!) zu machen, für das...
  • ...zweite Barbecue des Wochenendes, am Samstag nachmittag, diesmal privat organisiert von Diplomacy Graduates. Wieder sehr viele Leute getroffen, die Zahl der bekannten Leute nimmt rapide zu - es ist anstrengend, so viele neue Gesichter und Namen zu behalten. Aber mit der Zeit klappt das auch... Es ist zum Glück keiner beleidigt, wenn man ihn/sie das zweite Mal nach dem Namen fragen muss ;-) Danach waren wir dann noch Billard spielen und danach wiederum hatte ich das zweifelhafte Vergnügen, die Whitecastle-Fastfood-Kette kennen zu lernen. Aber nur, weil McDonalds und Burger King um 2 Uhr nachts "schon" zu hatten und die anderen noch unbedingt etwas essen wollten. Also rein ins Ghetto Newark... um das "Fast"Food zu kriegen, standen wir ungefähr eine halbe Stunde mit dem MiniCooper in der Schlange am DriveIn-Schalter. Vor und hinter uns Autos im "Gangsta"-Style, manche davon haben stark an amerikanische Rapvideos erinnert, nur billiger ;-) Und das Essen dort ist....naja...matschig und geschmackfrei :-/
  • Und am Sonntag bin ich dann nach Manhattan gefahren, erst ein kleines bisschen einkaufen, dann in Richtung East Village, wo das Sommertreffen der Fulbrighter stattfand. Also Fulbrightstudenten, -scholars und Ehemalige...hab ein paar der Leute wiedergefunden, die ich noch aus der Vorbereitungstagung in Jena kenne und - mal wieder - viele viele neue interessante Menschen getroffen, email Adressen ausgetauscht usw... Das Ganze fand tatsächlich auf einem Friedhof statt... ich hab erst gestutzt als ich das gelesen hab - ob wir uns wohl schwarz anziehen und bleich schminken sollten? Es handelt sich aber um den - schon im 19. Jh stillgelegten - New York Marble Cemetery, der normalerweise nicht öffentlich zugänglich ist, inmitten dieser sehr urbanen New Yorker Gegend eine kleine, versteckte grüne Oase darstellt und anscheinend gerne für Veranstaltungen dieser Art genutzt wird... Trotzdem hat uns dieser etwas "andere" Veranstaltungsort gleich auf die Idee einer Halloweenparty gebracht ;-)


















Zusammenfassend ist zu sagen, dass besonders die Diplomacy Graduates eine sehr nette Gruppe zu sein scheinen ("nett" im positiven Sinne, Marco! ;-) ) , es ist leicht, dort Leute kennen zu lernen und diejenigen, die in der Gegend wohnen bzw. diejenigen, die nicht noch nebenher arbeiten legen anscheinend auch viel Wert darauf, außerhalb der Uni etwas zu unternehmen. Es ist eine sehr gemischte Gruppe - von ernsthaft/karriereorientiert über gemütlich bis hin zu chaotisch/durchgeknallt ist alles dabei! Bin mal sehr gespannt, mit wem davon ich in Zukunft wohl mehr zu tun haben werde! :-)

posted by Melanie at 5:27 AM | | 0 comments

9/11


Uhrzeit: 5:13 AM

Der 5. Jahrestag des großen Schocks neigt sich dem Ende zu... in Radio und Fernsehen wurde überall über die Gedenkfeier berichtet, manchmal mit Liveaufnahmen von Ground Zero, wo wie jedes Jahr die Namen aller Opfer verlesen wurden.
An meiner Uni steht ein Kreuz, das aus verdrehtem und kaputtem Stahl vom World Trade Center besteht - dort gab es ebenfalls eine Gedenkfeier, bei der der Opfer aus den Reihen der Seton Hall University bzw. Angehöriger von Universitätsmitgliedern gedacht wurde. Ganz schön viele - über 20 Namen, darunter auch ein Dean der Universität.

Ansonsten hat man den Leuten aber nicht angemerkt, dass heute ein besonderer Tag wäre - auch gestern, als ich in Manhattan im East Village war, schien alles wie immer zu sein. Im Banking District, also der Gegend um Ground Zero, wo die Gedenkfeierlichkeiten schon begonnen hatten, war das bestimmt anders, aber weiter entfernt war - zumindest für mich - nichts davon zu spüren.
Ich persönlich hätte es passend gefunden, wenn an diesem "runden" Jahrestag endlich der Grundstein für das neue Gebäude auf Ground Zero gelegt worden wäre - aber leider sind sie sich darüber ja immer noch nicht so wirklich einig. Wer weiß, vielleicht zum 6. Jahrestag dann?

posted by Melanie at 5:13 AM | | 0 comments

Weihnachts-Heimflug gebucht


Uhrzeit: 5:11 AM

Hab eben meinen Flug für Weihnachten nach Hause gebucht - ich komme am 22. Dezember an und fliege am 4. Januar wieder! :-)))

posted by Melanie at 5:11 AM | | 1 comments

Larry Wright

Mittwoch, September 06, 2006
Uhrzeit: 4:58 AM

Ich bin inzwischen bei YouTube per Zufall über den Namen von dem Drummer gestolpert, der auf meinen Manhattan-Bildern zu sehen ist - anscheinend ne lokale Berühmtheit: Larry Wright heißt er, und wer ihn mal in bewegten Bildern sehen und hören will, kann hier klicken :-)

posted by Melanie at 4:58 AM | | 0 comments

South Orange

Dienstag, September 05, 2006
Uhrzeit: 3:48 AM

Da es endlich mal sonnig war (und auch weiterhin ist, bisher) bin ich mit meiner Kamera ein bisschen durch South Orange gelaufen und hab Häuser und Straßen geknipst, in dem Versuch, die Kleinstadtidylle einzufangen. Dürfte ein ziemlicher Kontrast zu den Manhattan-Bildern sein - und ist ebenfalls unter "Photos" zu finden :-)


Auf dem Bild hier rechts seht ihr das Haus in dem ich wohne - mein Fenster ist das zweite von rechts im 1. Stock :-)
Bilder von meinem Zimmer folgen, sobald es ungefähr so eingerichtet ist, wie es bleiben könnte - heute war ich schon Bücherregal, Bettzeug und solche Dinge kaufen - es wird allmählich ;-)

Auf dem Weg zurück von meiner Knipstour, die ich vorbildlicherweise mit Joggen verbunden habe *g*, kam ich an einem Garten mit einer größeren Horde Seifenblasen-fangender Kinder und den vielen dazugehörigen Eltern vorbei. Einer der Väter lud mich angesichts meines anscheinend amüsierten Gesichtsausdruckes ein, ob ich mitmachen wolle, was ich zwar dankend abgelehnt habe - trotzdem bin ich fast eine Stunde geblieben, denn besagter Vater, Bentley Boyd, der Herr mit dem abenteuerlich gebatikten Peace-T-Shirt hier, entpuppte sich als studierter Historiker, der Comics über die amerikanische Geschichte für Kinder zeichnet. Ich hab seinen neuesten Comic über die Gründungsväter der USA auch gleich gekriegt - mit Widmung!
Ich hab ihm dann von "Es war einmal ...das Leben" und "Es war einmal...der Mensch" erzählt, und wir hatten es im Laufe des Gesprächs auch von schlechtem Geschichteunterricht...den er natürlich mit seinen Comics zu verbessern versucht - ziemlich gut, wenn ihr mich fragt :-) Er fand es sehr interessant, dass der Geschichtsunterricht, den ich in Deutschland hatte, irgendwie mit dem 2. Weltkrieg aufgehört hat und hat sich ausführlich erzählen lassen, wie die Deutschen heute, speziell die Jüngeren, mit dem Thema 2. Weltkrieg/Holocaust/Nazis umgehen.
Sein Sohn und die anderen Kinder haben nebenher irgendein Fangspiel gespielt - gut gegen böse. Und ratet mal, wie die "Parteien" besetzt waren? Die guten Amerikaner gegen die bösen Deutschen *g* Als Bentley seinen Sohn hergerufen und mich als Deutsche vorgestellt hat, hat der Kleine ziemlich doof geguckt - war dann aber ganz aufgeschlossen und gesprächig ;-)

posted by Melanie at 3:48 AM | | 2 comments

Manhattan!

Sonntag, September 03, 2006
Uhrzeit: 4:19 AM

Da ich ja noch bis einschließlich Montag (Labour Day!) frei habe und obwohl schon einige Bücher hier rumliegen, die ich lesen sollte, habe ich am Donnerstag dann beschlossen, dass es endlich mal Zeit wäre, Manhattan zu erkunden.

Reiseführer hab ich ja, und die Subway wird bestimmt mit etwas Mühe zu verstehen sein, schließlich sind ja soooo viele Touristen dort unterwegs. Dachte ich. Bin wohl etwas verwöhnt vom deutschen, WM-erprobten Leute-Leitsystem.... Mit dem Zug zur Penn Station (sowas wie der Hauptbahnhof New Yorks) zu fahren war auch wirklich nicht schwierig. Zu verstehen, welche Bahnen wohin fahren ist ja auch kein Problem - nur die Bahn dann auch zu finden in dem Chaos aus Gleisen und sich widersprechenden Schildern hat dann doch zu etwas Verwirrung geführt. Angekommen bin ich trotzdem (meistens) wo ich wollte ;-) Aber es war sowieso fast jedesmal so: immer wenn ich ein bisschen Weg per Subway überbrücken wollte, hab ich auf der Karte was gesehen, was ich ja auch noch angucken wollte - also doch laufen ;-) Ein tolles Erlebnis, wenn man die Subway nutzt, sind die Musiker in den Stationen... zum Beispiel Typ, der auf Plastikeimern getrommelt hat - aber wie gut!

Gesamteindruck: Riesig, wuselig, chaotisch, sehr beeindruckend :-)

Ich bin (natürlich - Pflichtprogramm!) den Broadway ab Midtown rauf, Times Square, Columbus Circle, äußerster Zipfel vom Central Park, General Motos Building, Trump Tower, Sony Building, Bloomingdale's (*g*), Teile der Fifth Avenue, Rockefeller Center, Bryant Park, Macy's, Madison Square Garden,....

Die Mischung aus Straßenschluchten zwischen Hochhäusern, totalem Verkehrschaos, vielen kreuz und quer durcheinander und über die Straße laufenden Menschen, qualmenden Hot Dog und "Pretzel"-Ständen und riesigen Werbebannern überall kennt man ja aus Film und Fernsehen - hab's trotzdem fotografiert, zu finden hier nebenan unter "Photos" :-) Nur das Hupen und sonstigen Lärm muss man sich dazudenken ;-)

Gleich zu Beginn stand ein Sänger in vollem Show-Outfit und Make-Up mit Tänzerinnen und Mikrophon vor einer Starbucks-Filiale und hat - sehr unterhaltsam! - Starbucks besungen...

Im Central Park wurde ich, als ich an einer Parkbank mit ein paar älteren schwarzen Leuten vorbeikam, angesprochen: "Hey, du siehst nett aus. Komm, setz dich zu uns!" Und bin dann nach ein paar Minuten Plausch zum und durch den Trump Tower geführt worden und noch an diverse andere interessante Plätze in der Umgebung...

Und um die Radio City Music Hall war ein Mordsgedränge mit Security, Polizei, Absperrungen und wartenden Fans - die MTV Video Music Awards fanden hier nämlich abends statt!

Zum Shoppen, was ja eigentlich in dieser Stadt auch ein absolutes Muss ist, bin ich an dem Tag kaum noch gekommen, außerdem ist Upper Manhattan dann doch eher obere Preisklasse...

Das hab ich dann allerdings ausgiebig nachgeholt, als ich am nächsten Tag mit meiner Vermieterin Rebecca nochmal in die City gefahren bin...diesmal mit der Fähre von Hoboken über den Hudson River. Wir sind dann in Richtung Lower Manhattan losgezogen, durch Straßen, in denen es Läden gibt, die z.B. nur Knöpfe verkaufen, Schmuckläden wie z.B. das "Cinderella's" (ja, der Schmuck sieht auch so aus: pink und glitzerig), unzählige Lagerverkäufe, Boutiquen, die alle irgendeine Art von "Sale", also Ausverkauf haben; Schuhläden, Straßenstände mit Schmuck und Handtaschen... richtig lustig wurde es dann in Chinatown und Little Italy, wo man an jeder Ecke angesprochen wird, ob man Taschen und Mäntel von Prada oder Chanel kaufen wolle (laut Rebecca landet man dann in Hinterzimmern von kleinen Läden in Hinterhöfen - klar, wirklich legal ist das nicht *g*), außerdem Läden, die sehr günstig frischen Fisch, Gemüse und Obst verkaufen - auch Früchte, die ich noch nie gesehen habe und die auch nur die Chinesen gekauft haben, zumindest als ich zugeschaut habe ;-)

Die Ausläufer von Hurrikan Ernesto, die gerade die US Open durcheinander bringen, haben wir auch deutlich gespürt - die Fähre zurück nach Hoboken und damit zum Auto fuhr zum Glück trotzdem :-)

Jedenfalls tun mir nach zwei Tagen Manhattan immer noch die Füße weh - aber toll ist es dort! Ich muss auch definitiv bald nochmal hin, schließlich bin ich noch gar nicht im Bankenviertel und bei Ground Zero usw gewesen :-)

posted by Melanie at 4:19 AM | | 2 comments

Es TUT!!!!


Uhrzeit: 4:06 AM

Juhuuuu! Nach eeeewigem Hin- und Her tut tatsächlich das WLAN... die hilfsbereiten Leute in Deutschland, die mir in der Vergangenheit bei diversen Meinungsverschiedenheiten mit den jeweils zu bearbeitenden Netzwerken geholfen haben wissen vermutlich, dass ich mit sowas auf Kriegsfuß stehe. Also haltet euch fest: es hat nur 2 Stunden gedauert, nicht nur das WLAN zum Laufen zu bringen, sondern auch via nem Internetservice erstmal das Administrator-Passwort vom Desktop-PC hier rauszukriegen, an das sich beim besten Willen niemand erinnern konnte (...).
Mein Fenster zur Welt da draußen ist quasi wieder offen ;-)

posted by Melanie at 4:06 AM | | 0 comments


© 2006
Mella and the City | by layoutstudios.com.
No part of the content or the blog may be reproduced without prior written permission.